Cottbus. Ein Buch als Brücke zwischen Lebenden und Toten

Die katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden in Cottbus und die Malteser haben ein „Lebensbuch“ für trauernde Menschen geschaffen. Dieses Buch will eine Brücke sein zwischen Lebenden und Toten. Trauernde Menschen können ihre verstorbenen Angehörigen und Freunde in dieses Buch eintragen. Vier Mal im Jahr schafft es so für Trauernde einen Rahmen an die Verstorbenen zu denken, Gemeinschaft mit Verwandten und Freunden zu erleben und der Trauer einen Ort zu geben. Am 12.02.2021 wird das Buch im Rahmen einer Andacht das nächste Mal geöffnet.

Das Lebensbuch wird regelmäßig am zweiten Freitag in den Monaten Februar, Mai, September und November in einem feierlichen Ritual um 16:00 Uhr in der Marienkirche (A.-Kolping-Straße 17, 03050 Cottbus) geöffnet. Dazu sind alle Trauernden mit ihren Familien und Angehörigen herzlich eingeladen.

Trauernde Menschen haben oft keinen Ort, Ihrer Trauer einen Raum zu geben. Viele Bestattungen erfolgen heute anonym auf der grünen Wiese, Gräber werden nach einer Zeit eingeebnet oder der Ort der Beisetzung liegt weit entfernt. Nicht zu vergessen sind die Menschen, denen nicht nur das Leben, sondern auch ein Grab vorenthalten wird. Hier bietet das Lebensbuch einen Raum für Trauer und Abschied.