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Malteser Dresden

Lübbenau. Unglaubliche Spende für Malteser Hospizdienst

Malteser Charity Dinner

25.04.2017
Die Gäste des Charity Dinners waren begeistert!
Die Gäste des Charity Dinners waren begeistert!

Ein Text von Joachim Rudolph, Diözesanleiter Görlitz

Gelungene Spendengala

Die Malteser im Bistum Görlitz hatten eine großartige Idee: für den wachsenden Hospizdienst als eine der markanten Aufgaben der Malteser sollten finanzielle Mittel eingeworben werden, um diesen vorwiegend ehrenamtlichen Dienst finanziell zu stärken. Die Diözesanoberin der Malteser, Beatrix Gräfin zu Lynar, sagte spontan zu, diese Idee praktisch umzusetzen im Schloss der Familie in Lübbenau. Eine Gruppe bildete sich zur Vorbereitung, denn wenn einerseits Menschen um ihre Spende gebeten werden, soll andererseits auch ein schönes Fest diese Spendengala zu einem nachhaltigen Ereignis werden lassen. „Charity Dinner“ nannten wir den festlichen Abend und die Vorbereitungsgruppe servierte einen bunten Strauß von Ideen zum Inhalt des Beisammenseins. Eine Gästeliste wurde erstellt, ein festliches Essen sollte die Schlossküche bereiten , Musiker wurden gesucht und gefunden, Festvorträge bestimmt, eine Tombola mit exklusiven Gewinnen überlegt. Am 07.April war es soweit. Über 160 Gäste folgten der Einladung . Vor Eintritt in den festlichen Saal wurden noch die Lose verkauft. Die kleine Fliese mit rotem Malteserwappen als achtspitzigem Kreuz auf glänzend weißem Untergrund wurde mit Erfolg verkauft. Und jeder erfuhr, wenn sein Los nicht gewinnt, hat er dennoch einen originellen Untersetzer zur Erinnerung an einen bewegenden Abend. Dann wurden alle in den Festsaal des Schlosses gebeten. Man hörte das Raunen und Staunen der Gäste, denn der Saal, in festliches Licht getaucht, begeisterte. Viele runde Tische waren aufgestellt, an denen die Gäste, jeweils 8 Personen, Platz nahmen. In der Mitte prangte ein großer silberner Leuchter und edles Geschirr sorgte für besonderen Glanz. Viele jugendliche Helferinnen und Helfer, Schulsanitäter der Malteser aus Cottbus und jugendliche Malteser aus Görlitz, waren als besonderes „Personal“ tätig, um zu helfen beim Servieren der Speisen und Getränke. Nach Worten der Begrüßung durch den Diözesanleiter der Malteser der Diözese Dresden, Graf Adelmann sowie dem Bürgermeister von Lübbenau, Herrn Wenzel, folgte ein Festvortrag. Diözesanleiter Joachim Rudolph dachte in seinen Ausführungen darüber nach, was Glück bedeutet, wodurch der Mensch glücklich werden kann und wie wichtig es ist, Zeit zu verschenken. Glück kann durch Zuwendung erfahren werden, auch in Leid, Schmerz und Trauer. Diese Zuwendung ist aber nur durch „Zeit haben“ möglich. Zwei Buchstaben sollten die Gäste zum Merken am Abend mit in den All-Tag nehmen: „G“ für Glücksmomente und „Z“ für Zeit und Zuwendung. Dem Vortrag folgte ein musikalischer Teil durch eine besonders im Spreewald und Umgebung bekannte Band: die „Schmorgurken“ . Heiter, beschwingt und professionell sorgten sie mit ihrer Melodienfolge von Titeln der zwanziger Jahre für Stimmung im Saal. Sie verzichteten übrigens für eine Bezahlung ihres Engagements zu Gunsten des Hospizdienstes, was mit großem Beifall aufgenommen wurde. Unter den Gästen befanden sich auch Ritter des Johanniterordens, denn der Abend stand auch ganz im Zeichen der Ökumene . Über die gemeinsame Geschichte des Ordens von Maltesern und Johannitern referierte in einem weiteren Vortrag professionell der bekannte Historiker Dr.Biewer. Den vielen Worten folgte das Festessen. Das Menü war eine ausgesuchte Speisenfolge und hier kam jeder Feinschmecker auf seine Kosten. Sehr bewegend und berührend war im weiteren Ablauf des Abends die Vorstellung des Hospizdienstes der Malteser durch dessen Leiter, Herrn Michael Doll, mit einigen Helfern. Symbolisch stellten Sie auf der Bühne einen Spreewaldkahn dar mittels eines dickes Seiles. Und dann begannen die „Hospizler“ im Kahn von ihrem ehrenamtlichen Dienst zu erzählen, von ihren Begegnungen mit Sterbenden, von der Zeit, die sie ihnen schenkten und wie sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine kleine Wegstrecke zur Begleiterin, zum Begleiter wurden. Diese Zeugnisse waren authentisch, emotional und wurden so lebensnah vorgetragen, dass alle im Saal ergriffen waren und nun umso mehr verstanden, dass genau dieser letzte Dienst so wertvoll ist und so wichtig und so unterstützungswürdig. Natürlich kam am Abend auch die einladende Familie Lynar zu Wort . Gräfin zu Lynar trat auf der Bühne mit ihrem Sohn Rochus, dem Geschäftsführer des Hotels im Schloss, in einen „Dialog der Generationen“. Temporeich folgte ein charmanter mit Humor gewürzter Wortwechsel zwischen Mutter und Sohn zur Familiengeschichte, zum Wiederaufbau des Schlosses und zum jetzigen Betrieb als Hotel sowie zur Wirksamkeit der Lynars in Lübbenau und Umgebung. Schließlich kam die große Tombola, die Frau zu Lynar zu ihrer ganz persönlichen Aktion machte. Die gesponserten Preise fanden viel Beifall, darunter waren exklusive Reise – und Hotelgutscheine im In – und Ausland, Buchpreise und besondere Weine. Zum Höhepunkt des Abends wurde schließlich das Verkünden des Spendenerfolgs zu Gunsten des Hospizdienstes: 17.000 € konnten als Reinerlös genannt werden. Das Ergebnis hatte einen lang anhaltenden Beifall zur Folge. Sichtlich bewegt nahm Herr Doll für den Hospizdienst die Spende entgegen. Eine wichtige Erfahrung gewann ich ganz persönlich an diesem Abend: wenn Leute sich zusammenfinden für eine gute Sache, dann wird spürbar, da schenken Menschen Zeit, zeigen Herz, sorgen für Glücksmomente und gehen selbst als innerlich Beschenkte reich nach Hause und in ihren Alltag zurück.

 

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE26370601201201226011  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7