Psychosoziale Notfallversorgung

Bei Katastrophen und Unglücken leidet auch die Seele unter den Eindrücken und benötigt Erste Hilfe.

Nach dem plötzlichen Tod eines Angehörigen, nach Katastrophen und ähnlichem stehen die Kriseninterventionsteams der Malteser den Betroffenen und ihren Angehörigen vor Ort bei.

Zudem bieten die Malteser unter der bundesweiten Hotline

(0221) 98 22 828

auch Nachsorgemaßnahmen für Einsatzkräfte an. Helfer können diese qualifizierte Unterstützung nutzen, um belastende Erfahrungen aus ihren Einsätzen zu verarbeiten.

Jeffrey Jenkis
Psychosoziale Notfallversorgung
Tel. 0221 98 22 828

Einsatznachsorge

Hilfe für Helfer – Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften

Im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung fließen bei den Maltesern alle in Rettungsdienst und Katastrophenschutz relevanten psychologisch-sozialen und religiös-ethischen Themenbereiche zusammen. Dabei liegt der Fokus auf dem einzelnen Mitarbeiter, dessen Handlungskompetenz im Alltag gesteigert und dem eine optimale Personalfürsorge vor dem Hintergrund des christlichen Selbstverständnisses der Malteser zuteil werden soll.

Die Psychosoziale Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften ist in eine Gesamtkonzeption der Malteser zum Themenkomplex Psychosoziale Notfallversorgung eingebunden. Durch dieses Angebot möchten die Malteser eine erweiterte Psychosoziale Unterstützung für ihre Mitarbeiter sicherstellen.

Die Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften folgt den Leitlinien der Prävention. In Abgrenzung zu therapeutischem Handeln steht das Erkennen und Verhindern typischer tätigkeitsbezogener Krankheiten und Risikofaktoren im Vordergrund. Die Durchführung von Heilbehandlungen jeglicher Art ist nicht Gegenstand dieses Systems.

Für die Malteser ist es selbstverständlich, immer nach dem aktuellen Stand der Wissenschaften zu handeln und geltende Standards z.B. der WHO zu beachten. Ebenso gehören eine kontinuierliche Evaluation und das Streben nach einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung des Systems und dessen Standards zu den Grundsätzen. Hierzu ist u.a. eine Kooperation mit dem Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begründet. Ziel ist hier bei die Zertifizierung der Ausbildungsgrundlagen durch den BDP.

Sozialer Ansprechpartner

Überall dort, wo Menschen zusammen arbeiten, können auch Konflikte entstehen. Dem Arbeitsplatz kann eine große Bedeutung für das Entstehen, das Erkennen und den Verlauf von Konflikten und Problemen, sowie deren Verarbeitung zukommen. Im Malteser Hilfsdienst werden Haupt- und ehrenamtliche Helfer in ihrer Arbeit mit den unterschiedlichsten psychosozialen Situationen konfrontiert. Viele dieser Situationen sind Notfallsituationen. Mit Hilfe des SAP soll sichergestellt werden, dass von Stress, Burnout, akuten Belastungsreaktionen und anderen psychosozialen Problemen betroffene Mitarbeiter gezielte Hilfestellung durch speziell geschulte Kollegen erhalten. 

Soziale Ansprechpartner/Innen im Malteser Hilfsdienst bieten deshalb im Rahmen der Mitarbeiterfürsorge und der Gesundheitsförderung Kolleginnen und Kollegen Helferrinnen und Helfern Unterstützung bei der Bewältigung von bestehenden oder sich anbahnenden Problemen an. Das Ziel ist, gemeinsam mit dem Betroffenen Lösungsmöglichkeiten im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe zu finden und bei Bedarf die Suche nach professioneller Hilfe zu unterstützen oder diese direkt zu vermitteln. Die Aufgabe der Sozialen Ansprechpartner/Innen besteht dabei vor allem darin, für Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichsten Problemen als Vertrauensperson zur Verfügung zu stehen.

Basierend auf dem Mediatorenmodell im Rettungsdienst welches seit vielen Jahren im MHD angewandt wird stellt der Soziale Ansprechpartner eine inhaltliche Weiterentwicklung dar. In Fortführung des Mediatorenmodells für den Rettungsdienst wird auch der Bereich der Sozialen Ansprechpartner direkt im Referat PSNV angegliedert und geführt.